Lasst uns spielen! – Leiterwochenende in Hardehausen

Unter diesem Motto haben wir Leiter und Roverrundensprecher der DPSG in Brilon das letzte Leiterwochenende in Hardehausen verbracht. Vielleicht denkt ihr jetzt „Spielen? Und dafür ein ganzes LEITERwochenende?“  Dass es beim Spielen um Spaß und Miteinander geht, das haben wir ja alle schon früh gelernt, aber wie hat ein weiser Mann hat einmal gesagt? : „Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann!“  Genau das haben wir uns in unserer gemeinsamen Zeit zur Aufgabe gemacht: das Thema Spielen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und ihren Sinn oder aber ihren Unsinn zu erforschen.  Doch wer jetzt denkt, wir hätten die zwei Tage nur mit grauer Theorie und Diskussionen verbracht: weit gefehlt. Schon am Samstagmorgen begannen wir mit einem kleinen Spielchen, bei dem wir gegenseitig so einiges Neues über uns lernten.

Nach diesem kommunikativen Einstieg freuten wir uns nun auf das was kam und waren bei dem anschließenden theoretischen Teil umso engagierter. Wir riefen uns die Vielzahl von verschiedenen Spielmöglichkeiten von Geländespielen über Spielketten bis hin zu Kreis-, Lauf-, Sitzspielen nochmal auf den Plan und überlegten gemeinsam, wie man sie als Spielleiter am besten plant, damit auch nichts schief geht und alle Spaß haben. In der Theorie klang das nun alles sehr plausibel und logisch. Also freuten wir uns über den Auftrag, in kleinen Gruppen zu spinnen und uns neue Spiele zu überlegen, um diese am Nachmittag mit den anderen Leitern zu spielen.

Nach einer Mittagspause mit einer leckeren Stärkung in den heiligen Speisehallen des hardehausener Klosters waren wir auf das schlimmste gefasst. Wir hatten uns unsere Spiele gegenseitig natürlich nicht verraten. Wir tauschten uns noch einmal kurz über die wichtigsten Dinge über Spielleitung und Spielregeln aus und dann ging es los – mit der wohl härtesten Prüfung für die Kondition und die Knochen unserer Invaliden-Leiterrunde.  Bei dem fröhlichen Lauf-Spiel in der Turnhalle, bei dem die bösen Schmuggler von den gehandicapten Zöllnern gefangen werden mussten kamen alle ganz schön ins Schwitzen. Zwei kurze Reflexionsrunden über das Spiel folgten und schon ging es weiter. Nun war das Köpfchen gefordert. Tanja und Frank ließen uns Schwimmobjekte bauen, die möglichst viel Ladung über Wasser halten sollten. Gewonnen hat das eindeutig das rote, farbbeschichtete Super-Boot von Christiane und Simone, das auch am nächsten Tag noch gemütlich auf dem Wasser  schwamm.Die dritte Gruppe forderte schließlich Köpfchen und Teamgeist. Mit dem U-Boot gingen wir auf Expedition im Polarmeer, doch der Rumpf schlug leck und wir mussten uns, von den Verletzungen gehandicapt und aneinandergebunden, mit nur noch einem Bein oder sogar schon ohne Arme, gemeinsam über die vielen, vielen Stufen auf das oberste Deck retten. Doch als das geschafft war, erklärte uns Kapitän Simon aufgeregt, dass das Boot voll Wasser gelaufen war und nun langsam aber sicher unterging. Das Rettungsboot hatte nicht genug Luft, obwohl wir noch versuchten, die undichte Seite nach oben zu drehen, als wir bereits alle darin saßen. Also blieb uns nichts anderes Übrig, als uns auf umher schwimmende Eisschollen zu verteilen und daraus eine Kette zu bilden, sodass wir uns an das heiß ersehnte Ufer annäherten. Besonders eingeschränkt  war bei dieser Aufgabe Jodel, der bei den Strapazen bereits beide Arme verloren hatte. Auch Simone und Toby verfügten jeweils nur noch über ein gesundes Bein. Wir sind sehr froh, dass wir diese Drei Schwerstverletzten und die an Bord beheimateten Pinguine gemeinsam auf das sichere Festland retten konnten! Und das geschah trotz größter Panik, natürlich mit viel Spaß!

In den Reflexionsrunden nach den Spielen waren wir uns einig, dass wir uns alle viele Gedanken gemacht hatten und doch fiel uns auf, dass der Teufel oft im Detail der Spielchen steckt. Deshalb haben wir aus diesen Tagen vor allem eine Erkenntnis mitgenommen: schönen neue Spiele müssen gut durchdacht, geplant und vorbereitet werden, damit sie ein voller Erfolg werden.

Am Sonntagmorgen nahmen wir uns nach dem Frühstück noch ein bisschen Zeit, um die Termine und Aktionen in der nächsten Zeit zu planen. Ein letztes Mal ließen wir uns von der guten Küche verwöhnen und traten nach dem abschließenden Rückblick auf die gemeinsame Zeit den Heimweg an.

Ich glaube ich kann für die anderen Leiter sprechen, wenn ich sage, dass wir sehr schöne Tage miteinander verbracht haben, in denen wir viel Spaß hatten und als Runde enger zusammengewachsen sind – auch, wenn wir nicht bis zum Ende komplett waren.

Euch allen nun viel Spaß beim Spielen und Gut Pfad !

Eure Kathi

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