Über unseren Stamm

Liedersingen und Gitarrespielen am Lagerfeuer, Übernachtungen unter sternenklarem Himmel am Strand, die Pfadfinderversprechensfeier im Sonnenuntergang, beeindruckende Wanderungen durch unberührte Landschaften, spannende Zeltlager mit vielen anderen Pfadfindern und Treffen mit Pfadfindern aus Polen oder Schottland. Das alles sind nur einige Beispiele für die großartigen Erlebnisse, die unsere Wölflinge (7-10 Jahre), Jungpfadfinder (10-13 Jahre), Pfadfinder (13-16 Jahre) und Rover (16-20 Jahre) mit ihren Gruppenleitern (ab 18 Jahren) bisher erleben durften.

In Brilon können Jungen seit 1954 und Mädchen seit 1971 der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (dpsg) beitreten, um Georgspfadfinder und Georgspfadfinderinnen zu werden. In ihren Gruppen erleben die Kinder und Jugendlichen auf altersgerechte Weise die grundlegenden Erfahrungen und Erlebnisse des Pfadfindertums. In unseren Gruppen, die sich im Pfadfinderhaus in der Niederen Mauer treffen, wird der Wunsch nach Abenteuer erfüllt, das Bedürfnis nach verlässlichem Rückhalt gestillt und Orientierung auf dem Lebensweg gegeben. In den Gruppen stehen sich die Mitglieder bei der ganzheitlichen Entwicklung ihrer Persönlichkeit zur Seite.

Die Grundlage pfadfinderischer Erziehung ist hierbei die so genannte „Pfadfinderische Methode“, die Bestandteil der Verfassung der Weltpfadfinderorganisation ist. Sie weist folgende Kennzeichen auf:

  • Aufeinander aufbauende und attraktive, an der Lebenswelt der Mitglieder orientierte Programme
  • Gesetz der Pfadfinderinnen und Pfadfinder
  • Prinzip „Learning by Doing“ (auf Deutsch: Lernen durch Tun)
  • Arbeit im Wechselspiel von Klein- und Großgruppen, die das fortschreitende Entdecken und die Übernahme von Verantwortung sowie die Erziehung zur Selbständigkeit fördert.

Als Mitglieder der katholischen Gemeinde in Brilon sind wir immer auf der Suche, um uns ein eigenes Bild vom Glauben und der Kirche zu schaffen. Im Engagement für die Kirche, aber auch mit kritischen Fragen an die Kirche, versuchen wir getreu den Prinzipien „Verantwortung gegenüber Gott“, „Verantwortung gegenüber anderen“ und „Verantwortung gegenüber sich selbst“ unseren Beitrag zu leisten, unsere Gesellschaft lebenswerter zu machen. Dabei helfen uns auch die drei Kirchenbilder der dpsg, die als hoffnungsvolle Leitbilder aufzeigen, wo wir uns hinbewegen wollen. Die Kirchenbilder der dpsg lauten: „Gemeinschaft am Lagerfeuer“, „Trupp auf dem Hajk“ (Ein Hajk ist eine Mehrtageswanderung) und „Bauleute einer lebenswerten Stadt“. Diese drei Kirchenbilder stehen für die drei Aspekte Glauben, Gemeinschaft und Handeln aus dem Glauben heraus. Selbstverständlich können auch Kinder anderen Glaubens in unsere Gruppen aufgenommen werden.

Kernelement pfadfinderischer Erziehung ist das gemeinsame Tun im gemeinschaftlichen Projekt. Die Kinder und Jugendlichen lernen, sich für eine Idee stark zu machen und sie in ihrer Gruppe zu vertreten. Gemeinsam werden aus Ideen Handlungsvorschläge entwickelt und diese gemeinschaftlich verwirklicht. In der anschließenden Reflexion wird von den Kindern und Jugendlichen kritisch hinterfragt, wie das Projekt angekommen ist und ob beim nächsten Mal vielleicht etwas anders gemacht werden sollte.

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